GLORIA
   

Ein Konzert und drei Jubiläen

Samstag, 18. Oktober 2014
Stadtpfarrkirche Krems–St. Veit, 20:00 Uhr

Neben dem Millennium der Pfarre Krems–St. Veit feiern in diesem Jahr auch die beiden ausführenden Ensembles (halb)runde Geburtstage:
45 Jahre Chorus Musica Sacra Krems / 50 Jahre Kammerorchester Krems


Programm:

Joseph Haydn (1732-1809)
Te Deum für Fürst Nicolaus Esterházy Hob XXIIIc:1
für Soli, Chor und Orchester

Anton Heiller (1923-1979)
Drei kleine geistliche Chöre a cappella:
- Schönster Herr Jesus (1951)
- Seele Christi, heilige mich (1951)
- Dem König aller Zeiten (1952)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasie und Fuge g-moll BWV 542 (Orgel)

Max Reger (1873-1916)
Lyrisches Andante
(Intermezzo für Streichorchester)

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Gloria D-Dur RV 589
für Soli, Chor und Orchester


Ausführende:

Doris Bogner, Sopran
Martina Endelweber, Sopran
Martina Parzer, Alt
Bernd Hemedinger, Tenor
Walter Wegscheider, Bass

CHORUS MUSICA SACRA KREMS
KAMMERORCHESTER KREMS

Musikalische Leitung: Alfred Endelweber
Orgel: Ronald Peter

*****   

Pressestimme (Niederösterreichische Nachrichten 27.10.2014):

Klassikexperte Karl Jäger besuchte das Konzert "Drei Jubiläen"


Ein Konzert und drei Jubiläen ...

In der Stadtpfarrkirche St. Veit feierte man das Millennium der Pfarre, 45 Jahre "Chorus Musica Sacra" und 50 Jahre Kammerorchester Krems. Professor Endelweber dirigierte sein letztes Konzert als Regens Chori. Viele großartige Aufführungen - nicht nur in der Kirche - verdanken wir ihm.
Man hatte natürlich ein Programm gewählt, das alle zu Feiernden vorstellte. Zuerst zum Raum: Die leere Kirche, in der geprobt wurde, hat quasi eine Überakustik, laut und grell; in dem später übervollen Raum klang alles sehr gedämpft, das war früher nicht so, erinnere ich mich.
Zu Beginn: Haydn und sein Te Deum für den Fürsten Esterhazy, schwungvoll musiziert. Von den Solisten konnte ich nur den Tenor Bernd Hemedinger hören, der Rest ging in der Akustik der Kirche unter. Ein Glanzpunkt waren drei A-cappella-Chöre von Heiller, auch ohne Textvorlage verstand man jedes Wort. Bach durfte natürlich nicht fehlen - Ronald Peter spielte Fantasie und Fuge BWV 542, Jubiläumsgrüße der Orgel. Und danach ein kleines Stück von Reger - für Streicher alleine. Ein Ruhepunkt, tief empfunden und auch so gespielt - herrlich! Finale war Vivaldis "Gloria" D-Dur. Darin gibt es unter anderem ein herrliches Duett für zwei Soprane. Doch wenn man so ein Stück so langsam dirigiert, wirkt es erstens nicht und zweitens haben die Sänger Probleme mit dem Atem. Doris Bogner hatte keine, Martina Endelweber hörbar, auch hat sie wenig Glanz und Ausstrahlung für dieses Stück. Was den Dirigenten zu solch einem Tempo bewog - ich weiß es nicht. Doris Bogner strahlte dann mit ihrem Solo "wie die ganze Engelschar in Bethlehem". Sehr schön auch der Alt von Martina Parzer. Fazit: Im Finalstück verfehltes Tempo, trotzdem ein wundervoller Abend.

   

 

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Jubiläumskonzert "50 Jahre Kammerorchester Krems"
Sonntag, 15. Juni 2014, 19:00 Uhr
Kloster UND
              

Programm:

Ludwig van Beethoven (1770-1827):
Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56

+++ Pause +++

Künstlergespräch:
Manfred Permoser sprach mit dem Komponisten Peter Barcaba über
dessen jüngstes Auftragswerk     

Peter Barcaba (*1947):
Ballade für Orchester C-Dur op. 46 (Uraufführung)

Antonín Dvořák (1841-1904):
Tschechische Suite D-Dur op. 39


Ausführende:

Marlene Felsner, Klavier
Gregor Reinberg, Violine
Benedikt Endelweber, Violoncello

Kammerorchester Krems
Musikalische Leitung: Wolfgang Augustin

          

   

   

Pressestimme: Niederösterreichische Nachrichten (NÖN) vom 23.06.2014

Mag. Wilhelm Bauer
besuchte das Jubiläumskonzert des Kammerorchesters Krems  


Jubiläumskonzert mit Uraufführung

Dieses Jubiläumskonzert gestaltete sich zu einer Präsentation der gegenwärtigen musikalischen Kräfte unserer Region im besten Sinne. Das um einige Bläser erweiterte Orchester demonstrierte Präzision, diesmal auch ein außergewöhnliches Zusammenspiel. Die Freude am Musikzieren war nicht zu überhören und zu übersehen.

Das Tripelkonzert von Beethoven, eine relativ frühe Komposition, teilweise noch unter dem Einfluss seines Lehrers Albrechtsberger, mit den Solisten Gregor Reinberg (Violine), Benedikt Endelweber (Cello) und Marlene Felsner (Klavier), ein Stück, das den beiden Streicher-Solisten einiges abverlangt, bei dem der Klavierpart aber etwas "zu kurz" kommt. Die drei spielten ansprechend, wobei Endelweber die zahlreichen einschmeichelnden Kantilenen besonders gut traf.

Das Künstlergespräch nach der Pause zwischen Professor Permoser und dem Komponisten des Uraufführungs-Stückes, Professor Peter Barcaba: launig, informierend und trotzdem kurz.

Bei der "Ballade für Orchester C-Dur opus 46" erkennt man nebst der meisterhaften Instrumentierung des Tonsatzlehrers die slowakischen Wurzeln dieses Stückes: manchmal wuchtig, alle Instrumente ausnützend, es entwickeln sich verschiedene Gedanken zu außergewöhnlichen Harmonien, es endet abrupt, überraschend und ohne Kadenz.

Schließlich die "Tschechische Suite in D-Dur opus 39" von Antonin Dvorak. Dieses wunderschöne Werk ist die Vorwegnahme seiner berühmten "Slawischen Tänze" und orientiert sich deutlich an der Art seines Freundes und Mentors Johannes Brahms.

Ein unvergesslicher Abend, der andere, frühere Konzerte etwas in den Schatten stellt.

   

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Konzert am Rosenmontag

Montag, 3. März 2014, 19:30 Uhr
Ferdinand Dinstl Saal der KREMSER BANK
Bahnhofplatz 16


Ausführende:

Kammerorchester Krems
Wolfgang Augustin,
musikalische Leitung
Franz Backknecht, Moderation


Programm:

Max Oscheit (1880-1923):
„Im Zigeunerlager“, Marsch op. 40

Johann Strauß (Sohn, 1825-1899):
Ouvertüre zur Operette „Waldmeister“ op. 468

Franz Lehár (1870-1948):
„Fata Morgana“, Konzert-Gavotte op. 59

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975):
Walzer 2 aus der Jazz Suite Nr. 2

Johann Strauß (Sohn):
„Banditen-Galopp“ op. 378

Pascual Marquina (1873-1948):
Spanischer Zigeunertanz

Johann Strauß (Sohn):
„Wein, Weib und Gesang“, Walzer op. 333
„Bauern-Polka“ op. 276
„Schatzwalzer“ nach Motiven der Operette "Der Zigeunerbaron" op. 418

John Philip Sousa (1854-1932):
„Stars and Stripes Forever“, amerikanischer Militärmarsch

Zugaben:

Johann Strauß (Sohn):
"An der schönen Blauen Donau", Walzer op. 314

Johann Strauß (Vater):
Radetzkymarsch op. 228

     
  

  

  

 

Pressestimme: Niederösterreichische Nachrichten (NÖN) vom 10.03.2014

Mag. Wilhelm Bauer
lauschte am Rosenmontag dem Kammerorchester Krems im Ferdinand-Dinstl-Saal.


Illustres Konzert, illustres Publikum

Max Oscheit kennt kaum jemand, sein Marsch op. 40 aber ist bekannt wie ein bunter Hund.

Franz Backknecht als Moderator kündigt nicht nur den nächsten Programmpunkt an, sondern trägt auch ein pointiertes, selbstverfasstes Gedichtlein vor (in der Folge noch einige weitere); na ja, Willibald Zach ist er noch nicht, aber Wilhelm Busch schaut schon oba... Im Orchester hatte man die Streicherinnen „halbiert“ und durch die „Verdoppelung“ der Bläser kompensiert. Überhaupt der Saal: Die Chance, wieder ein Kino zu werden, hat er wahrscheinlich verpasst... Die Strauß'sche Operetten-Ouvertüre „Waldmeister“ hat nichts mit dem duftenden Kräutlein zu tun... Die Gavotte „Fata Morgana“ von Franz Lehár, ein liebes Salonstück, und der Walzer 2 von Schostakowitsch: ein Ohrwurm. Schließlich der „Banditen Galopp“ von Johann Strauß und dann der Spanische Zigeunertanz von Pascual Marquina, besser bekannt als DER Pasadoble schlechthin. Johann Strauß war nochmals „zugegen“ mit den Walzern „Wein, Weib und Gesang“ und „Schatz-Walzer“ sowie mit der „Bauern-Polka“.

Einer der bekanntesten und berühmtesten Märsche überhaupt ist „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa. Mutter Stummer spielte den berühmten Kontrapunkt im Hauptteil (ein sehr ähnliches Pendant gibt es ja im Deutschmeister-Marsch), Tochter Alexandra zwitscherte mit... Ganz in der Manier des Neujahrskonzertes spielte man als Zugabe den Donauwalzer und den Radetzkymarsch, beide Stücke etwas „amputiert“... Backknecht ist es ja als Politiker gewohnt, „auf die Pauke zu hauen“, diesmal war es nur die kleine Trommel als Einleitung des Radetzkymarsches...    

 

 

 

 

 

 

 

 

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